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Bank of America muss wegen AML- und Sanktionsverstößen rund 1,21 Milliarden Dollar zahlen

US-Aufsichtsbehörden haben gegen Bank of America, N.A. Geldbußen und einen Sanktionsvergleich von insgesamt mehr als 1,21 Milliarden Dollar angekündigt. Hintergrund sind anhaltende Schwächen bei der Bekämpfung von Finanzkriminalität. Die am 13. Oktober veröffentlichten Maßnahmen betreffen FinCEN, OCC und OFAC. [1]

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Symbolische Illustration von Transaktionswegen durch eine Kontrollstelle einer Bank
KI-generierte redaktionelle Illustration; kein dokumentarischer Beleg. — The Ledgers

Die Dokumentation

Wie sich die Beträge zusammensetzen

FinCEN verhängte eine zivilrechtliche Geldbuße von 1,2 Milliarden Dollar. Die OCC setzte zusätzlich 750 Millionen Dollar fest; diese Zahlung wird jedoch auf die FinCEN-Geldbuße angerechnet. Seite 67 der FinCEN-Verfügung nennt deshalb eine verbleibende Zahlung von 450 Millionen Dollar an das Finanzministerium. Wer beide Schlagzeilenbeträge addiert, zählt dieselben 750 Millionen Dollar doppelt. [2]

Hinzu kommt der OFAC-Vergleich über rund 11,6 Millionen Dollar. Er regelt die mögliche zivilrechtliche Haftung für 475 mutmaßliche Verstöße gegen mehrere Sanktionsprogramme, darunter diejenigen zu Russland und Iran. Die angekündigte Gesamtbelastung liegt somit bei rund 1,212 Milliarden Dollar, nicht bei 1,962 Milliarden. [1]

Frühere Aufsichtsmaßnahmen blieben unzureichend

Die OCC hatte bereits im Dezember 2024 eine Unterlassungs- und Abhilfeverfügung erlassen. Laut ihrer neuen Bewertung bestanden trotzdem Mängel bei der Transaktionsüberwachung, der Fachkompetenz des Personals und den internen Kontrollen fort. Die Behörde bezeichnet die 750 Millionen Dollar als höchste Geldbuße ihrer Geschichte. [3]

Im FinCEN-Verfahren räumte Bank of America vorsätzliche Verstöße gegen den Bank Secrecy Act ein. Sie betreffen das AML-Programm, Sorgfaltspflichten bei Korrespondenzkonten ausländischer Finanzinstitute und Verdachtsmeldungen. Diese Eingeständnisse gehören zu einer zivilrechtlichen aufsichtsbehördlichen Regelung. Sie sind keine strafrechtliche Verurteilung wegen Geldwäsche in Höhe sämtlicher untersuchter Transaktionen. [4]

Was die fünf Milliarden Dollar bedeuten

Dem Finanzministerium zufolge meldete die Bank verdächtige Transaktionen von mehr als fünf Milliarden Dollar nicht rechtzeitig. Dieser Betrag ist von den Geldbußen zu unterscheiden und darf weder als nachgewiesener Verbrechenserlös noch als bezifferter Kundenschaden gelten. [1]

Die 95-seitige FinCEN-Verfügung erläutert die Überwachungsmängel genauer. Risikoschwellen führten dazu, dass Warnsignale vor einer Untersuchung aufliefen; externe Hinweise spielten eine übermäßig große Rolle. Eine begrenzte rückwirkende Prüfung nach Systemänderungen ermittelte zuvor übersehene verdächtige Aktivitäten von fast vier Milliarden Dollar. Dieser Befund darf nicht als zusätzlicher Schaden zu den umfassenderen fünf Milliarden addiert werden. [2]

Die Antwort der Bank und die nächste Bewährungsprobe

Bank of America erklärte gegenüber Reuters, sie habe Milliarden in Technologie investiert und Tausende Beschäftigte für die Bekämpfung von Finanzkriminalität eingesetzt. Die Abhilfemaßnahmen seien weit fortgeschritten; die Bank bleibe entschlossen, die von den Aufsehern verlangten Änderungen abzuschließen. [5]

Die Regelung verlangt außerdem unabhängige Prüfungen und eine rückwirkende Suche nach meldepflichtigen Transaktionen. Damit rückt die Umsetzung in den Mittelpunkt: Die Zahlung einer Geldbuße belegt für sich genommen nicht, dass die Überwachungsprobleme behoben sind. [1] [2]

Entscheidend wird sein, ob weitere Ergebnisse eine rechtzeitige Erkennung und Weiterleitung verdächtiger Aktivitäten zur Prüfung zeigen. Die veröffentlichten Unterlagen belegen die aufsichtsrechtlichen Verstöße und vereinbarten Abhilfen. Sie belegen nicht, dass jede von diesen Mängeln betroffene Kundentransaktion kriminell war.

Auf Grundlage von Berichten von: US-Finanzministerium: koordinierte Maßnahmen, 13. Oktober 2026; FinCEN-Verfügung 2026-03: Anrechnung und Verpflichtungen; OCC: Geldbuße von 750 Millionen Dollar, 13. Oktober 2026; FinCEN: Geldbuße und Eingeständnisse der Bank, 13. Oktober 2026; Reuters: Stellungnahme der Bank, 13. Oktober 2026 (AOL).

Quelldokumente

05
  1. US-Finanzministerium: koordinierte Maßnahmen, 13. Oktober 2026home.treasury.gov
  2. FinCEN-Verfügung 2026-03: Anrechnung und Verpflichtungenfincen.gov
  3. OCC: Geldbuße von 750 Millionen Dollar, 13. Oktober 2026occ.treas.gov
  4. FinCEN: Geldbuße und Eingeständnisse der Bank, 13. Oktober 2026fincen.gov
  5. Reuters: Stellungnahme der Bank, 13. Oktober 2026 (AOL)aol.com

Dossier-Aktualisierungen

  1. Erstveröffentlichung

    Bericht veröffentlicht

  2. Status aktualisiert

    Recherche läuft

    Redaktioneller Recherchestatus erfasst.

Redaktioneller Hinweis

Grundlage sind öffentliche Aufsichtsunterlagen und zugeordnete Medienberichte. Die Sanktionen betreffen aufsichtsrechtliche Verstöße; das Volumen verdächtiger Transaktionen ist keine gerichtlich festgestellte Geldwäschesumme. Die Stellungnahme der Bank ist enthalten.

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